Outdoor Fotografie / Reportage Fotografie

JÖRGIS MAISLINGER

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Führen sie die Tätigkeit gerne aus?

Ich bin mit dem Bereich Digitale Fotografie verwurzelt. Das heißt von Jugendjahren auf und ich lebe diesen Bereich.

Klassische Fotorichtungen, sowie Fotokunst sind meine liebsten Tätigkeiten und bei zahlreichen Tätigkeiten sind die Gedanken im Fotografischen Style immer mit dabei (dies bedeutet man verbessert sich bei jedem Foto welches man sieht, lernt dazu und erweitert sich – es gibt keinen Stillstand). Kurzum ich liebe / lebe Fotografie.

 

Was hat sich für sie verändert nach den Wettbewerben?

Die Eindrücke welche ich bei den Wettbewerben sammeln durfte haben mir bewusstgemacht, was bei uns im Land noch alles gemacht werden muss für Menschen mit Behinderung. Damals fing ich mit einer Ausstellung über die Abilympics in Japan an. Die Einblicke wurde im Salzburger Chiemseehof ausgestellt. (Die Ausstellung damals diente als Grundgedanke den Chiemseehof barrierefrei zu gestalten)

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Auch bei einer Fachmesse in Wels wurden die Abilympics Impressionen von Teilnehmern, Bewerben und Architektur an einem Stand präsentiert.

Im Moment dienen Druckwerke von 4 Abilympics als Dekoration im gegründeten Fotostudio (Integratives & Inklusions Fotostudio Salzburg Maxglan). Des Weiteren wird (nach Corona) ein Vortrag über die Abilympics in Salzburg stattfinden.

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Nach der ersten Berufsweltmeisterschaft habe ich meine Fotografie Kenntnisse in einem Meisterklasse Kurs vertieft. Die Teilnahme an den Abilympics hat meine berufliche Laufbahn im Bereich Fotografie positiv bereichert.

Mittlerweile gibt es Beiräte in Land und Stadt Salzburg, welche sich mit den Anliegen von Menschen mit Behinderung beschäftigen und Menschen mit Behinderung werden (wenn auch langsam …) sichtbarer und der Mut wird mehr für Rechte einzutreten.

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Noch einmal zurück zu der Teilnahme an den Staatsmeisterschaften bzw. Abilympics. Meine Empfehlung an alle Menschen mit Behinderung, nehmt Teil, messt euch mit anderen und bereichert euer Leben – bewerbt euch an den Meisterschaften.

 

Wie haben sie sich gefühlt beim Wettbewerb?

Beim Wettbewerb selber musste ich vor dem Bewerb meinen Kopf frei bekommen um die Kreativität voll auszuleben – ohne Druck. Das heißt für mich – vor dem Bewerb Fotografie alleine „runterkommen“ um durchzustarten und das Augenmerk auf Kleinigkeiten und Kreatives legen zu können.

Denn vor bzw. beim Wettbewerb herrscht der Gewinngedanke vor. Beim Wettbewerb selber „brennt“ die Luft und man spürt Nervosität. (Es ist aber wichtig das man sich vor Augen führt das schon die Teilnahme an den Abilympics alleine der wichtigste Gewinn ist !!)

 

Was waren für sie die Highlights?

Bei den Abilympics waren die gemeinsamen Erlebnisse die Highlights.

Indien:

In Indien war der gemeinsame Abend bei einer Indischen Familie bereichernd. Ich durfte einen blinden Musikerjungen kennenlernen. Der Junge lud uns spontan zum Essen ein (wir waren die ersten Europäer in seinem Haus). Der Vater brachte uns zu ihm nach Hause und die Mutter verwöhnte uns mit indischem Essen für europäische Mägen (das heißt das Essen wurde im europäischen Style – halb so scharf und süß zubereitet) Im Laufe des Abends lernten wir dem Jungen ein österreichisches Lied, welches er für uns spielte und meinte er wird es weiter bei seinen Konzerten spielen. Highlight in Indien.

Des Weiteren habe ich mich persönlich in die Gastfreundschaft und die Sozialen Eindrücke verliebt. Man sagt Indien Kulturschock oder man verliebt sich in das Land – für mich gilt das zweite!!

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Japan:

Die Ausflüge, das Stadtleben und die Kultur waren faszinierend und die Disziplin dort ist einzigartig. Japan ist ein Land der Traditionen und Höflichkeit aus Ehrensache. Wir haben viele positive Eindrücke mitgenommen.

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Frankreich:

Wunderbare Sehenswürdigkeiten, feine Ausflüge, nette Gemeinschaftsabende und Gespräche.

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Die Kontakte von Kanada über Hongkong bis Frankreich und die Pflege der Kontakte, sowie der Austausch über Social Media (Digitalisierung sei Dank) ist immer wieder nett und die Hoffnung auf persönlichen Austausch vor Ort beim nächsten Mal ist fein.

 

 

Letzte Änderung 22. Juni 2020 11:43 von michelitsch